Der Einstieg zum Jonglieren
Der Pfad in das Feld des Jonglierens mit bis zu drei Objekten führt normalerweise über eine gute Dreiballkaskade. Dieses Prinzip soll hier nicht weiter erläutert werden, da eine gute Verschriftlichung eines solchen Bewegungskomplexes zwangsläufig zu Verwirrung führen würde. Für genauere Einsicht in die Regeln der Kaskade sei eine gute hier verwendete Literatur empfohlen oder die anschauliche Demonstration von Mensch zu Mensch. Anfängerinnen haben mit Tüchern eine gute Möglichkeit, das erste Level dieses Musters zu erreichen, da eine gute „größere und flexible Fangfläche“ besser zu beherrschen ist als ein dagegen kleiner Jonglierball. Auch können der richtige Rhythmus sowie die Flugbahn mit Chiffontüchern besser nachvollzogen werden, da eine gute Fluggeschwindigkeit sehr viel langsamer ist als bei ganz anderen Jonglierrequisiten. Keulen, Ringe und andere flugfähige Dinge werden nach gleichem Prinzip erlernt, einzig ihre prägnante Art der Handhabung macht sie für Einsteiger ungeeignet.
Ist eine sehr gute Kaskade einmal gemeistert, lässt sich entweder die Menge der Objekte steigern oder es kann mit wenigen Objekten an Stunts geübt werden. Somit entstehen zwei Kategorien innerhalb dieser Disziplin, die schnelle Art zu Jonglieren mit möglichst vielen Objekten und die ruhige, eher künstlerische Art zu Jonglieren mit wenigen Objekten.
Alle hier aufgeführten Formen des Jonglierens können ebenfalls mit einer und mehreren Partnerinnen ausgeführt werden. Beim Jonglieren zu Zweit werden die jonglierten Objekte per Wurf zur Partnerin getauscht. Dies kann nach ganz bestimmten Mustern und Rhythmen passieren und mit verschieden vielen Jongleuren. Ebenso können in das Passingmuster Jongliertricks oder abgedrehte Wurfkombinationen eingebaut werden. Die Kombinations-möglichkeiten sind unbegrenzt und ständig erwachsen neue Jongliermuster sowie Stile, wie zum beispiel die sogenannte Take-Out-Jonglage, bei der das schnelle Herausnehmen und Hereingeben von Jonglierkeulen in ein vorher abgesprochenes Jongliermuster im Vordergrund steht. Die Rollen der Jonglierenden und der Austauschenden können dabei durch verschiedene Übergaben mehrfach gewechselt werden.
















